HMB. WETTEN WIR DASS ES WIRKT!? TEIL II / ERNHÄHRUNG

HMB. WETTEN WIR DASS ES WIRKT!? TEIL II

Olimp Sport Nutrition
2018-03-28

HMB oder anders β-Hydroxy-β-methylbutyrat, ist vom wissenschaftlichen Standpunkt das Produkt der Umwandlung der Aminosäure L-Leucin, die die Einhaltung des Gleichgewicht zwischen dem Tempo des Eiweißwiederaufbaus und der Degeneration beeinflusst. Für viele Bodybuilder und Gewichtsheber ist das ein wirksames Mittel zur Erhöhung der trockenen Körpermasse. Obwohl Meinungen zu dem Produkt geteilt sind, lohnt es sich, die Meinung der Welt der Wissenschaft in diesem Bereich kennen zu lernen und sich überzeugen, was dank der Substanz erreicht werden kann, wie sollte sie korrekt supplementiert werden und, ob sie ausschließlich für Sportler vorbehalten ist.

Was wissen wir über HMB?

Das β-Hydroxy-β-methylbutyrat regelt die korrekte Physiologie der Zellenprozesse, weil es an der Cholesterinsynthese beteiligt ist. Das stellt wiederum 13% der gesamten Zusammensetzung der Zellmembranen und erlaubt die Erhaltung deren ordnungsgemäßen Flüssigkeit. Das, auf welche Weise die Zellmembranen arbeiten, hängt eben von der Cholesterinsynthese ab. Sogar die kleinsten Beschädigungen der Zellmembranen der Muskelzellen bewirkt einen erhöhten Bedarf an Cholesterin, d. h. die Lipidschicht. Das HMB garantiert entsprechenden Cholesterinspiegel für die Zellmembranen unserer Muskelzellen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass während der Übungen oder beim Heben der Gewichte unsere Muskel zahlreichen Mikrobeschädigungen ausgesetzt sind, lohnt es sich eine HMB-Supplementierung zu überlegen, die bewirkt, dass unsere Muskelzellen geschützt sind.

Eine andere Sache ist auch die Frage der anabolen und katabolen Prozesse, die in unserem Organismus stattfinden. Die anabolen Prozesse sind mit der Erzeugung von Energie aus der Nahrung, die wir unserem Körper liefern, verbunden. Der Katabolismus ist eine Situation, wo unser Organismus nicht die notwendige Menge der Nährstoffe bekommt und beginnt sich selbst zu „verbrennen“ - dauert ein solcher Zustand zu lange, kann er für die menschliche Gesundheit gefährlich werden. HMB schützt die Zellen unseren Organismus vor dem katabolen Prozess, es bremst die Eiweißdegradation, schränkt die Wirkung der freien Radikalen und die Aktivität der Enzyme ein, die für den kontrollierten Tod der Zellen verantwortlich sind. 
Wie man sieht beeinflusst HMB direkt die physiologischen Effekte, z. B.:

  • Bewährt sich ausgezeichnet bei der Gewichtsreduktion.
  • Verbessert Kraft bei Personen im verschiedenen Zustand der Durchtrainierung.
  • Ermöglicht einen Zuwachs der trockenen Körpermasse.
  • Ermöglicht die Erhaltung einer bedeutend größeren Muskelmasse.
  • Weist antikatabolische Wirkung auf.

 

HMB - was sagt die Welt der Wissenschaft?

Ist HMB ein wirksames Trainingspräparat? Wie sich zeigt hat β-Hydroxy-β-methylbutyrat genauso viele Befürworter wie Gegner. Den wissenschaftlichen Arbeiten, die sich HMB widmen wird vorgeworfen, dass sie ihre Schlussfolgerungen, Hypothesen und Überzeugungen an einer zu kleinen Untersuchungsgruppe stützen. Woanders wird es unterstrichen, dass die Auswahl der Leistungstests auch viel zu wünschen übrig lässt. Es werden hier z. B. eine Untersuchung zitiert, die an einer Gruppe der Rugbyspieler während der Spielsaison durchgeführt wurde. Wie die Antagonisten bemerkt haben, waren die Kraftproben eher zufällig durchgeführt und hatten nicht viel mit einer wirklichen körperlichen Belastung zu tun, mit der die Spieler während des Wettkampf zu tun hatten.

 

Eine andere Frage war auch die Tatsache, dass niemand die psychischen Faktoren berücksichtigt hat, die die Spieler beeinflussten: die Motivation, Selbstsicherheit, den aktuellen emotionalen Zustand oder sozialen Status. Jeder dieser Faktoren kann die Muskelarbeit intensifizieren.

Anders verhielt sich das bei den Untersuchungen, die Radsportler betrafen. Hier kann man die Verbesserung der Kondition unter dem Einfluss von HMB beobachten - einen positiven Einfluss auf den Organismus unterstreichen auch die Sportler selbst.

Wie soll HMB eingenommen werden?

Viele überlegen, wie man Training verbessern kann? Für sie könnte gerade β-Hydroxy-β-methylbutyrat das Beste sein. Die Wirkungsmechanismen von HMB sind einfach und verständlich. Es sollte jedoch eine wichtige Frage gestellt werden - welche Dosis ist für unseren Organismus zulässig? Die Wissenschaftler haben angenommen, dass 3 g von β-Hydroxy-β-methylbutyrat stellen genau die Bedarfsmenge unseres Organismus an dieser Substanz dar. Niedrigere Dosen haben keinen gewünschten Effekt gebracht jedoch, was interessant ist, auch die Supplementierung mit 6 g hat keine erwarteten Effekte in Form von Kraftzuwachs und Körpermasse ohne Fett gebracht.

Die Idee an die Anpassung der Dosis an die individuellen Bedürfnisse stützt sich an die Annahme, dass HMB in einer Dosis von 38 mg/k der Körpermasse ohne Fett eingenommen werden sollte. Es sollte dabei berücksichtigt werden, dass auch die Stärke des katabolischen Prozesses bei jedem trainierenden individuell ist. Interessanter Weise nehmen erfahrene Bodybuilder, die Teil an Wettkämpfen mit Weltrang nehmen, eine Dosis von 125 mg/k der trockenen Körpermasse ein. Es sind inoffizielle Informationen und in keinem Fall sollen sie für entscheidend gehalten werden.

Kann die Supplementierung mit diesem Mittel irgendwelche ernsthafte Konsequenzen haben? Untersuchungen, die an Tieren durchgeführt wurden, denen HMB in einer Menge von 5 g/kg der Körpermasse für die Zeit von 16 Wochen verabreicht wurde, haben keine Nebenwirkungen gezeigt. Es scheint, dass es ein extrem sicheres Supplement ist. Wenn es jedoch um die Dosierung bei den Menschen geht, zeigen die Daten, dass eine Dosis von 6 g/Tag, die für 8 Wochen sowohl bei Personen, die regelmäßig trainieren, wie auch bei Personen, die kein Sport treiben vollkommen sicher ist. Dabei wurde kein Anstieg der Leberenzyme, keine Änderungen im Lipide-Profil des Blutes oder in der Funktion der Nieren festgestellt.

Um das Potential von β-Hydroxy-β-methylbutyrat vollständig zu nutzen, sollte seine Verdauungszeit berücksichtigt werden. HMB wird in ca. 160 Minuten verdaut, also sehr schnell. Aus diesem Grund sollte HMB mehrere Male am Tag eingenommen werden - Minimum 3 Mal am Tag. Das Wichtigste für uns ist, dass wir die größte Produktkonzentration in unserem Blut beim Beginn der Übungen haben - dann kann HMB vollständig unsere Muskelzellen schützten. Eine einmalige Einnahme von 3 g HMB resultiert in Aufrechterhaltung einer hohen Konzentration für ca. 60 Minuten, somit beträgt die entsprechende Verabreichungszeit ca. 30 bis 40 Minuten vor dem Training. Für bessere Darstellung der Wirkung von β-Hydroxy-β-methylbutyrat lohnt es sich zu wissen, dass die einmalige Gabe von 1 g HMB vor dem Training die maximale Konzentration nach ca. 120 Minuten erreicht.

Hier muss man jedoch beachten, dass die erste der erwähnten Dosen wird vom Körper nur in 70% genutzt. Eine kleinere Dosis wird vom Körper in fast 90% genutzt und die verbleibenden 10% mit dem Urin ausgeschieden. Die gleichen Untersuchungen zeigen, dass in einer Situation, wo der Magen belastet ist, es zu einer geringeren Ausnutzung der Möglichkeiten des β-Hydroxy-β-methylbutyrats kommt.

HMB nicht nur für Sportler

Wenn es bewiesen wurde, dass β-Hydroxy-β-methylbutyrat auf der Zellebene beim Zellenschutz wirksam ist, lohnt es sich die Nutzung der heilenden Eigenschaften der Substanz zu erwägen. HMB kann mit Erfolg verwendet werden, wenn der Schutz der trockenen Körpermasse sich direkt auf die Gesundheit und Lebensqualität des Patienten umsetzt. Vor allem sind hier Personen gemeint, die dauerhaft immobilisiert sind, chronisch krank oder Personen, bei denen die Rehabilitierung sich verzögert und einen Muskelschwund zu Folge hat. Wie es sich zeigt, erlaubt die Verabreichung von HMB wirksam den Zerfall der Eiweißfasern in den Muskeln aufzuhalten. In anderen Fällen ist HMB ein wirksamer Moderator des Tempos des körperlichen Leistungsverlustes unter Bedingungen einer körperlichen Untätigkeit. HMB kann mit Erfolg bei Personen verwendet werden, die sich in Krankenhäusern mit der Diagnose einer chronischen Erkrankung befinden - in diesem Fall wird die Muskelleistung nicht steigern, aber auch nicht im schnellen Tempo abfallen.