STRESSHORMON - CORTISOL WENIGER CORTISOL, WENIGER FETT. / ERNHÄHRUNG

STRESSHORMON - CORTISOL WENIGER CORTISOL, WENIGER FETT.

Olimp Sport Nutrition
2018-03-28

Das Cortisol raubt so manchem Kraftprotz den Schlaf, weil es ein katabolischer Hormon ist. Es erschwert den Zuwachs von Muskelmasse und Kraft. Es ist ein Antagonist des Testosterons, weil sein Übermaß den Aufbau von Fettgewebe verursacht. Wie senkt man den Kortisolspiegel?

Cortisol gleicht nicht Cortisol

Seit Jahrzehnten kennen wir Medikamente die den Cortisolspiegel senken, also sollte man meinen, dass dessen Produktion zu stoppen ein Kinderspiel sein müsste. In der Praxis stellt es sich heraus, dass es viel komplizierter ist. Cortisol ist auch das wichtigste Hormon, der die Homöostase - das Lebensgleichgewicht - aufrecht erhält. Für dieses Prozess ist ein systemischer Hormon, der im Blut zirkuliert und von Nebennieren stammt, notwendig ist. Doch das Cortisol entsteht auch im Fettgewebe. Das führt zur Ansammlung von Fettreserven. Die Synthese des Cortisols führt im Fettgewebe das Enzym 11 Beta HSD durch. Man hat beobachtet, dass im Fettgewebe fettleibiger Menschen die Aktivität des Hormons bedeutend höher ist.

 

Im menschlichen Organismus wandelt 11 Beta HSD, und genauer gesagt 11 Beta HSD2, Cortisol in Cortison, der 300 mal schwächer wirkt und keine hormonale Aktivität hat. Dadurch kommt in den Nieren nicht zur Ansammlung vom Cortisolüberschuss, übermäßiger Zurückhaltung von Wasser und Natrium sowie einem Blutdruckanstieg. Dem Augenschein nach würde man meinen, dass es eine für unsere Figur auch vorteilhaft ist. Leider, das inaktive Cortison dringt aus den Nieren in den Kreislauf durch und landet hauptsächlich im Fettgewebe. Hier wartet auf ihn die zweit Enzymform 11 Beta HSD1, die ihn erneut in ein superaktives Cortisol umwandelt. Im Effekt der Aktivität des 11 Beta HSD1 entsteht über 2/3 der Cortisolmenge, die vom Organismus produziert wird außerhalb der Nebennieren. Das funktioniert am Ort seiner Entstehung, im Fettgewebe, wo es die Kumulation von Fettpolstern im benachbarten Gewebe  erleichtert, z. B. im Muskelgewebe, wo es die Eiweißproduktion erschwert. Was dem Stopp der Muskulaturentwicklung gleich kommt.

 

Den Stresshormon blockieren?

Die Forscher haben den 11 Beta HSD im Fettgewebe von Mäusen blockiert, die Tiere haben eine ungehemmte Gefräßigkeit an den Tag gelegt und haben enorme Kalorienmengen verschlungen und trotzdem haben sie überhaupt nicht zugenommen und nicht gekränkelt. Wird es beim Menschen ähnlich sein? Nach der Einschränkung der Aktivität beider Enzymformen - 11 Beta HSD1 und HSD2 - in den Nieren wird kein Cortison und im Fettgewebe kein Cortisol entstehen, Der Spiegel von Cortisol in den Nieren wird steigen und im Fettgewebe (und Muskelgewebe) sinkt. Sie Senkung des Stresshormonspiegels führt zu einem sehr großen Anstieg anabolischen Nebennieren-Androgenen - der männlichen Geschlechtshormone - insbesondere des DHEA. Das DHEA erleichtert die Fettreduktion und die Entwicklung des Muskelgewebes.

 

Das Blockieren der beiden Formen des 11 Beta HSD wird unserer Figur letztendlich zugutekommen - der Fettspiegel sinkt und die Muskeln werden wachsen. Etwas schlechter sieht die Sache mit dem Blutdruck aus, der in die Höhe schnellen kann. Aus diesem Grund suchen die Wissenschaftler nach selektiven Inhibitoren von 11 Beta HSD1, die nur auf diese Form des Enzyms im Fettgewebe wirken würden.

 

11-Beta-HSD-Inhibitoren

Vor einiger Zeit wurden mehrere natürliche 11-Beta-HSD-Inhibitoren identifiziert, es waren jedoch Substanzen, die beide Enzymformen blockierten. Zu erst wurde die Glycyrrhetinsäure, die in der Lukrez vorkommt und Carbenoxolon - der Synthetikester der Säure wird in der Medizin als  antiulceratives Mittel verwendet. Diese Substanzen haben einige Gesundheitsparameter im metabolischen Syndrom verbessert, jedoch gleichzeitig den Bluthochdruck begünstigt und haben nicht eindeutig die Fettreduktion beeinflusst.

 

Weitere nicht selektive Inhibitoren wurden zwischen Flavonoiden gefunden, die aus Zitrusfrüchten und Grünem Tee stammen. Die höchste Aktivität hat die Naringenin aufgezeigt, die hauptsächlich in Zitrusfrüchten vorkommt. Ihre Supplementierung hat zu einer eindeutigen Senkung des Gewichtes und des Fettgewebespiegels geführt. Es wurde jedoch ein geringer Anstieg von Blutdruck und sehr großer des DHEA beobachtet.

 

Omega-3-Fettsäuren in der Aktion

Als selektive Inhibitoren des 11-Beta-HSD1 haben sich Omega-3-Fettsäuren herausgestellt - kommen überwiegend in Fischen vor. Besondere Aktivität hat in den Untersuchungen die DHA-Säure gezeigt - sie begünstigte den Fettzerfall und Schwund der Fettzellen. Im Jahre 2004 hat Ruzickova zwei Gruppen von Mäusen gefüttert. Die erste mit hochkalorischer hochfetthaltiger Diät unter Einschränkung der Verabreichung von Omega-3-Fettsäuren und die zweite, mit der gleichen Diät, jedoch mit sehr großem Anteil dieser Säuren. Die Omega-3-Fettsäuren haben der Entwicklung der Fettleibigkeit vorgebeugt, weil sie die Kumulation von Fett im Fettgewebe verhindert haben - sie haben die Entwicklung und Vermehrung von Fettzellen gehemmt.

 

Teamarbeiten: Smith, Thomas, Couet, Thorsdottir, Krebs, Kabir, oder Alison Hill betreffen Untersuchungen an Menschen. Am interessantesten wird jedoch die Untersuchung von Noreen aus dem Jahr 2010 sein. In dieser Untersuchung wurde zwei Gruppen von Freiwilligen Tran (2400 mg Omega-3-Fettsäuren) oder Sonnenblumenöl als Placebo verabreicht. In der Gruppe mit Tran wurde ein eindeutiges Wachstum von Muskeln und eindeutiger Verlust des Fettgewebes und des Cortisolspiegels verzeichnet. Es wurde auch beobachtet, dass der Cortisolspiegel eindeutig mit dem gesamten Fettspiegel korreliert - je weniger Cortisol, um so weniger des Fettgewebes.

 

DHEA für die Fettverbrennung

Eine andere Art das Fett auf wirksame Weise zu verbrennen ist die Verwendung des DEHA-Hormons. Die Sportler greifen am häufigsten nach DEHA um die Muskulatur zu entwickeln, weil er dem Testosteron ähnelt. Der Hormon bewährt sich auch ausgezeichnet als ein Fettverbrenner. Schon in der Arbeit von Yena, aus dem Jahr 1977 ist die Rede von Mäusen mit normalem Gewicht und genetisch fettleibigen, die DHEA erhalten haben. Trotz des Verzehrs der gleichen Nahrungsmenge, wie die dritte Kontrollgruppe, die beiden Untersuchungsgruppen nahmen langsamer zu. Der gleiche Forscher hat später Freiwilligen ein Jahr lang DHEA verabreicht und einen bedeutenden Rückgang des Fettgewebes bei gleich bedeutendem Zuwachs der Muskelmasse beobachtet.

 

Melatonin und Vitamin B6 - gutes Paar von Verbrennern

Das Melatonin ist auch ein außergewöhnlich starker Cortisolblocker. 2003 hat Fischer Freiwilligen 5 mg Melatonin 1 Stunde vor dem Schlaf verabreicht. Das hat zu einer bedeutenden Absenkung des maximalen Tages-Cortisolspiegels. Melatonin hat einen guten Einfluss auf die Entwicklung und Aktivität des braunen Fettgewebes bei erwachsenen Menschen, die nicht in der Bauchhölle und unter der Haut, wie das weise (übliches) Fettgewebe kumuliert wird. Je mehr des braunen Fettgewebes und je höher seine metabolische Aktivität (wofür eben Melatonin sorgt), um so schlanker und anziehender die Figur.

 

Das Vitamin B6 ist dagegen ein Katalysator der Melatoninsynthese im Organismus, der diese Aktivität verlängert und verstärkt. Sogar ein kleines Defizit von Vitamin B6 behindert die Synthese des Hormons. Die Verabreichung des Vitamins B6 in therapeutischen Dosen ahmt die Effekte der Wirkung von Melatonin nach. Die Verbindung von Melatonin und Vitamin B6 senkt den Spiegel von Prolaktin und erhöht die Konzentration von Somatotropin. Die Prolaktin begünstigt die Zunahme des Fettgewebes und das Somatotropin ist ein außergewöhnlich starker Fettverbrenner und dazu noch ein gleich starker anabolischer Hormon, der die Muskelmasse entwickelt.

 

Andere Substanzen, die die Konzentration des Stresshormons senken

Omega-3-Fettsäuren, DHEA und Melatonin (in Verbindung mit Vitamin B6) verbindet eins, all diese Substanzen blockieren Cortisol und ein wichtiger Mechanismus dieser Blockade ist die Hemmung des 11-Beta-HSD-Enzyms. Es gibt noch andere Supplemente, die - wie die Untersuchungen bewiesen haben - den mästenden und den für die den Spiegel des für die Muskel schädlichen Hormons senken. Die Konzentration des Stresshormons senken: Resveratrol, Isoflavonoide aus Soja, Glutamin, Magnesium und Phosphatidylserin. Im Falle der drei ersten Substanzen wurde auch ihr Einfluss auf die Reduktion des Fettgewebes bewiesen.

 

Vielen von uns legen Wert auf fettfreie, muskulöse Figur. Die Fettreduktion und das Hervorbringen der Muskulatur ist dank der Hemmung der Cortisolmenge möglich, die im Fettgewebe in Folge der Aktivität von 11 Beta HSD1 entsteht. Jedoch auch die Nebennieren produzieren in einigen Fällen Cortisol im Übermaß. Er entsteht hauptsächlich als Antwort auf Stress und wird aus diesem Grund Stresshormon genannt. Erhöhte Anstrengung (insbesondere aerobe) und kalorienreduzierte Diät (insbesondere mit herabgesetzter Zufuhr von Kohlenhydraten) sind Stressfaktoren. Sie führen zum Anstieg der Cortisol Produktion. Verwendet in Kombination bei Programmen zur Gewichtreduzierung steigern um vielfaches den Cortisolspiegel im Organismus.

 

Bei der Aufnahme von Übungen und einer Diät mit dem Zweck die Figur zu modellieren, sollen wir auch den Kampf gegen zu große Produktion des Cortisols im Organismus aufnehmen. Die Leistungssportler der Disziplinen, die sich mit dem Aufbau von Figur beschäftigen greifen hier oft zu drastischen Methoden. Für gewöhnlich benutzen sie Antagonisten des Cortisols - Testosteron oder seine abgeleiteten anabolischen Steroide und das Somatropin. Sie benutzen auch ein starkes Medikament, das die Cortisolsynthese in den Nebennieren blockiert und in der klinischen Praxis ausschließlich unter strenger ärztlichen Kontrolle verwendet wird - Aminoglutethimid. Es ist jedoch ein Spiel mit dem Feuer, weil eine zu starke Blockade von Cortisol (manchmal eine fast totale) kann sehr gefährliche gesundheitliche Folgen haben. Die Verwendung o. g. Cortisol Inhibitoren ist für den Menschen nicht gesundheitsschädlich und unterstützt wirksamen Training, d. h. das Modellieren einer muskulösen Figur ohne Fett.